Die Sätze, so weit sie belegt sind
| Plattform | Lieferung durch die Plattform | Eigene Lieferung | Abholung |
|---|---|---|---|
| Uber Eats | 30 % (33 % bei Uber One) | 14 % (12 % bei Uber One) | 14 % |
| Lieferando | nicht veröffentlicht, Drittquellen nennen rund 30 % | nicht veröffentlicht, Drittquellen nennen 13 bis 14 % | nicht veröffentlicht |
| Wolt | nicht veröffentlicht, Drittquellen nennen rund 30 % plus Plattformgebühr | nicht veröffentlicht | nicht veröffentlicht |
Uber Eats ist die einzige Plattform mit einer öffentlichen Preisseite für Deutschland. Lieferando schreibt auf der Partnerseite nur „Provisionsbasis, keine Anmeldegebühr, jederzeit kündbar“. Die Sätze für Lieferando und Wolt stammen aus Drittquellen und sind so gekennzeichnet; dein Satz steht in deinem Partnervertrag. Seit April 2025 berichten Drittquellen zusätzlich von einer Servicegebühr für Gäste von 2,5 bis 5 %, gedeckelt auf 0,99 € je Bestellung.
Rechenbeispiel über ein Jahr
Ein Lieferdienst macht 10.000 € Umsatz im Monat über Lieferando und liefert selbst. Bei 13 % Provision sind das 1.300 € im Monat und 15.600 € im Jahr. Auf die Provision kommen 19 % Umsatzsteuer, die du als Vorsteuer zurückholst, die aber erst einmal bezahlt werden muss. Lässt Lieferando liefern, sind es bei 30 % Provision 3.000 € im Monat und 36.000 € im Jahr.
Zum Vergleich: Webshop und App bei foodlio kosten im Jahresabo 99,99 € im Monat, über zwölf Monate also 1.199,88 €. Die Rechnung geht nur auf, wenn Gäste tatsächlich wechseln. Realistisch sind das die Stammgäste, nicht die Laufkundschaft der Plattform. Mit deinen Zahlen rechnet der Provisionsrechner.
Was neben der Provision anfällt
- Bezahlte Platzierung. Wer in der Liste oben stehen will, bucht „TopRank“ und zahlt zusätzlich je Bestellung oder je Klick.
- Zahlungsabwicklung. Online-Zahlungen laufen über die Plattform, das Geld kommt mit der Abrechnung, nicht am selben Tag.
- Gästedaten. Name, Adresse und Bestellhistorie bleiben bei der Plattform. Für Treueaktionen oder Push-Nachrichten fehlen sie dir.
- Terminal und Material. Das Bestellterminal und Werbematerial sind meist enthalten, Flyer mit Plattform-Logo bewerben aber den Marktplatz, nicht dich.
Was du für die Provision bekommst
Fair bleibt die Rechnung nur, wenn die Gegenseite mitzählt: Die Plattform bringt Gäste, die dich nicht kennen, kümmert sich um Zahlung und Werbung und stellt auf Wunsch Fahrer. Für ein neues Restaurant ohne Stammkundschaft ist das viel wert. Teuer wird es, wenn dieselben Gäste jede Woche über die Plattform bestellen, obwohl sie dich längst kennen.
Provision senken, ohne zu kündigen
- Abholung in den eigenen Shop. Abholpreise unter dem Plattformpreis sind erlaubt und überzeugen schnell.
- QR-Code auf dem Bon. Jede Plattform-Bestellung bringt einen Zettel zum Gast. Darauf gehört der Weg in deinen Shop oder deine App.
- Treue und Gutscheine gibt es nur bei dir. Wer sie nutzt, bestellt beim nächsten Mal direkt.
- Beide Kanäle in einer Küche. Mit einer Kasse, die Plattform-Bestellungen annimmt, bleibt der Marktplatz für Neukunden und du zahlst Provision nur dort. Mehr unter Lieferplattformen in der Kasse.
Quellen und Stand
- Uber Eats, Preisgestaltung für Restaurants, abgerufen am 06.10.2026
- Lieferando, Registrierung für Restaurants, abgerufen am 06.10.2026
- Wolt für Restaurants, abgerufen am 06.10.2026
- gastroinsider.de, Lieferando-Kosten für Restaurants, abgerufen am 06.10.2026 (Drittquelle, vom Anbieter nicht bestätigt)
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