Ratgeber

Online-Bestellsystem für die Gastronomie: Der Vergleich 2026.

Ein Dutzend Anbieter wirbt mit null Provision, die Unterschiede liegen im Kleingedruckten: App als Aufpreis, Transaktionsgebühr, Laufzeit, Kasse. Dieser Vergleich ordnet die Arten von Bestellsystemen ein, nennt Preise mit Quelle und gibt dir eine Checkliste für das Gespräch mit dem Anbieter. foodlio ist selbst Anbieter, deshalb steht bei jeder Zahl die Quelle mit Datum.

Hände halten ein Smartphone über einen gedeckten Tisch mit Burger, Pommes und Salaten

Stand 14. Oktober 2026Lesezeit etwa 3 Minuten

Vier Arten von Bestellsystemen

  • Lieferplattformen. Lieferando, Wolt, Uber Eats. Reichweite gegen Provision je Bestellung, keine eigene Domain, Gästedaten bleiben bei der Plattform. Für den Start sinnvoll, auf Dauer teuer. Zahlen im Ratgeber Lieferando Provision 2026.
  • Festpreis-Anbieter. Eigener Webshop unter eigener Domain für einen Monatspreis, die App meist als Aufpreis: orderio, GastroSprint, hfoods, Gastro Master, order smart, eCaupo, foodlio.
  • Kassen mit Bestellfunktion. SIDES, gastronovi, DISH. Die Kasse steht im Mittelpunkt, das Bestellen ist ein Modul mit eigenem Preis oder einer Transaktionsgebühr.
  • Kostenlose Systeme und Baukästen. GloriaFood endet am 30.04.2027, Website-Baukästen haben Bestellformulare ohne Küche, Kasse oder Fahrer.

Preise im Vergleich

AnbieterWebshop im Monatmit eigener AppEinrichtungLaufzeitKasse mit TSE
SIDESPakete 69 € bis 629 €, Shop-Modul 149 €janicht veröffentlichtnicht veröffentlichtja, Cloud-TSE
orderio49 €99 €nicht veröffentlichtnicht veröffentlichtja
GastroSprintab 64 €119 €, Complete 149 € plus 499 € Einrichtung0 € bis 499 €1 bis 3 Monatenicht genannt
hfoods99 €149 €keinemonatlichnein
Gastro Master79 €149 €keine3 Monate Kündigungsfristnein
order smart119 €229 €nicht veröffentlichtnicht veröffentlichteigene Kasse, 208 € mit Shop
eCaupo39 € bis 49 €keine eigene App, Sammel-App29 €3 Monatenein
DISH Professional Order49 € bis 64 € plus 1,89 % je Online-Zahlungkeine eigene App299 €3 bis 36 MonateAnbindung an DISH POS
resmio0 € bis 129,90 € plus 4 % je Bestellung oder Flatrate 149,90 €keine eigene Appnicht veröffentlicht12 Monatenein
foodlio119,99 €, im Jahresabo 99,99 €inklusiveJahresabo 0 €, Monatsabo 299 €monatlich oder Jahresabo mit 12 Monatenja, Paket Kasse, TSE inklusive

Alle Preise netto im Monat laut den verlinkten Anbieterseiten, abgerufen am 06.10.2026. „Nicht veröffentlicht“ heißt: auf der Preisseite nicht genannt, nicht geschätzt.

Checkliste für das Anbietergespräch

  1. Fällt eine Provision oder eine Transaktionsgebühr je Bestellung an, auch bei Online-Zahlung?
  2. Ist die App im Preis oder ein Aufpreis? Liegt sie im Store-Konto des Restaurants?
  3. Läuft der Shop unter meiner Domain?
  4. Welche Zahlarten gibt es? Wer rechnet die Gebühren ab?
  5. Gibt es eine Kasse mit TSE im selben System? Was kostet die TSE?
  6. Kommen Lieferando, Wolt und Uber Eats in dieselbe Küche?
  7. Gibt es Fahrer, Touren und eine Bargeld-Abrechnung?
  8. Kann ich meine Gästedaten exportieren, wenn ich gehe?
  9. Wie lang ist die Laufzeit, wie hoch die Einrichtung?
  10. Wer legt die Speisekarte an? Wer pflegt sie danach?
  11. Wen erreiche ich am Samstagabend, wenn etwas nicht läuft?

Was kostenlose Systeme kosten

„Kostenlos“ heißt in der Regel, dass der Grundplan nichts kostet und alles Nötige dazugebucht wird: GloriaFood berechnet für Online-Zahlung 29 US-Dollar im Monat und für die Kasse 49 US-Dollar mit zwei Jahren Laufzeit, der Dienst endet ohnehin am 30.04.2027. Website-Baukästen kosten Zeit statt Geld und enden beim Bestellformular, ohne Küche, Kasse oder Fahrer. Die Plattform ist für dich kostenlos, bis die erste Bestellung kommt. Mehr zum Umstieg unter GloriaFood-Alternative.

Welche Art zu welchem Betrieb passt

  • Kleine Abholküche ohne Fahrer: ein günstiger Webshop reicht, Kasse und Plattformen sind zweitrangig.
  • Lieferdienst mit eigenen Fahrern: ein System mit Touren, Bargeld je Fahrer, Telefon und Kasse, sonst bleibt der Zettelkram.
  • Restaurant mit Tischen: eine Kasse mit Tischplan und QR-Bestellung, der Webshop kommt für Abholung dazu.
  • Kette oder Franchise: ein System mit Filialen, gemeinsamen Gästekonten und Verrechnung zwischen den Standorten.

Quellen und Stand

Rechtsangaben ohne Gewähr, sie ersetzen keine Beratung durch Steuerberater oder Anwalt. Preise und Gebühren anderer Anbieter können sich ändern, maßgeblich ist die jeweils verlinkte Seite.

Fragen dazu

Häufige Fragen.

Was ist der Unterschied zwischen Provision und Transaktionsgebühr?

Die Provision ist ein Anteil am Bestellwert für die Vermittlung, die Transaktionsgebühr ein Anteil für die Zahlungsabwicklung, oft nur bei Online-Zahlung. Beides zahlst du je Bestellung. Dazu kommen bei allen Systemen die Gebühren des Zahlungsanbieters für Karte oder PayPal.

Reicht ein Website-Baukasten mit Bestellformular?

Für wenige Bestellungen am Tag vielleicht. Es fehlen Küche, Bon, Status für den Gast, Kasse und Fahrer. Ab einem Dutzend Bestellungen am Abend wird das Abtippen teurer als ein System.

Brauche ich eine eigene App?

Für Stammgäste ja: Die App liegt auf dem Startbildschirm, Push-Nachrichten und Treuepunkte funktionieren dort am besten. Für Laufkundschaft reicht der Webshop im Browser. Achte darauf, ob die App im Preis ist oder extra kostet.

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